Der chinesische Heilpilz Reishi Ling Zhi
Anwendungsgebiete:
Reishi wird erfolgreich zur Heilung und Linderung gegen folgende Leiden eingesetzt.
Aids, Allergien, Asthma, Arthritis, Akne, Krebs, Katarakts, Erkältung, Husten, Verstopfung, Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Diabetis, Dermatitis, Hepatitis, Haarausfall, Bluthochdruck, Hemorrhoiden, Lupus, Geschwüren….. die Liste der Anwendungebiete ist zu lang um alle hier aufzuführen.
Die Geschichte des Reishi
G. lucidum wird in der chinesischen
und japanischen Volksmedizin seit ca. 4000 Jahren verwendet (Zhao & Zhang,
1994), besonders in der Behandlung von Hepatopathien, chronischer Hepatitis,
Hypertonie, Arthritis, Neurasthenie, Insomnia, Bronchitis, Asthma und Magenulcera
(Kabir et al, 1988). Im Ben Cao Gang Mu (a.D. 1578), Chinas berühmtesten
Arzneimittelbuch, wird erläutert, dass der andauernde Gebrauch von
Ling Zhi das Gewicht verringert und die Lebenserwartung erhöht" (Huang,
1993). Man dachte seinerzeit, dass die pharmakologischen Wirkungen des G. lucidum
auf seine Farbe zurückzuführen sind. Tatsächlich besitzt Ling
Zhi viele verschiedene Eigenschaften, die vom Wachstumsstandort abhängig
sind (Jong und Birmingharii, 1992). Während der Ming Dynastie (1368-1644)
wurde er Qi Zhi oder roter Pilz genannt. Man sagte ihm nach, dass
er dem Herz gut tut (Yeung, 1985). In der Traditionellen Chinesischen Medizin
wird Ling Zhi in die höchste Klasse der Tonika eingeordnet. Es gibt viele
chinesische und japanische Berichte über Menschen mit Krebs oder anderen
degenerativen Krankheiten, die lange Reisen auf sich nehmen, um Ling Zhi bzw.
Reishi zu finden.
In der Vergangenheit wuchs Reishi
nur in geringen Mengen wild, so dass er sehr teuer war. In den letzten 20 Jahren
war man allerdings in der Kultivierung von G. lucidum erfolgreich und konnte
ihn so erreichbar und erschwinglich machen (Willard, 1990). Der Pionier in der
Reishi-Kultivierung war Shigeaki Mori, ein Japaner, der 15 Jahre seines Lebens
damit verbrachte, eine Kultivierungsmethode zu entwickeln. Wild gewachsene Reishisporen
setzte er auf präpariertes Pflaumenbaum-Sägemehl. Moris Wachstumsprozess
braucht ca. 2 Jahre vom Anfang bis zum Ende. Er kultiviert mit seiner Methode
den akashiba (roter Reishi). Der gehörnte Reishi“, der traditionell
als der Seltenste und Wertvollste der Reishis angesehen wird (Matsumoto, 1979),
wächst in einer kontrollierten Umgebung mit einem hohen Kohlendioxidanteil.
Zusätzlich zu den medizinischen Indikationen
wird Reishi im Orient als Talisman benutzt, um einen Menschen oder das Zuhause
gegen Böses zu schützen (Matsumoto, 1979).
Chemische Zusammensetzung:
Die Sporophoren, bzw. die sporentragende
Struktur von G. lucidum enthält Kohlehydrate (Einfach- und Mehrfachzucker),
Aminosäuren, einen kleinen Teil Eiweiß und anorganische Ionen, Triterpenoide,
Fette, Alkaloide, ein Glukosid, ein Kumarin-Glykosid, ätherisches Öl,
Riboflavin und Ascorbinsäure (Ying et al, 1987). Die anorganischen Ionen
sind hauptsächlich Mg, Ca, Zn, Mn, Fe, Cu und Ge. Die Sporen enthalten
Cholin Betain, Tetracosanidsäure, Stearinsäure, Palminsäure,
Ergosta-7, 22-dien-3ß-ol, Nonadecaninsäure, Behensäure, Tetracosan,
Hentriacontan, Ergosterol und ß-Sitosterol (Hou et al, 1988). Eines der
Fette von G. lucidum isoliert ist Pyrophosphatsäure (Sugai et al, 1986).
Der Fruchtkörper von G. lucidum enthält
zusätzlich Ergosterol, Lysozyrne und saure Protease (Chang & But, 1986).
Ein Heißwasserauszug aus dem Fruchtkörper enthält 51 % Polysaccharide und 5
% Protein (Shin et al, 1986).
Der Myzel von G. lucidum enthält
Sterote, Lactone, Alkaloide und Polysaccharide (Chang & But, 1986) sowie
Triterpenoide. Tatsächlich können bis zu 100 verschiedene Triterpenoide im Fruchtkörper
und Myzel gefunden werden (Shiao et al, 1994). Diese enthalten die ganoderischen
Säuren C,D,E,F,G,H,I (Hirotani et al, 1985; Kikuchi et al, 1985a,b; Komoda et
al, 1985), L (Nishitoba et al, 1986), R,S,T (Hirotani & Furuya, 1986),U,V,W,X,Y
und Z (Toth et al, 1983a); ganoderische Säuren A, B, C und E (Komoda et g 1985);
Ganolucinsäuren A, B (Kikuchi et g 1985b) und D (Nishitoba et al, 1986); Lucinsäuren
D, E, F (Kikuchi et al, 1985a) und G (Nishitoba et al, 1986); und Lucidon C
(Nishitoba et al, 1986).
Pharmakologie:
In Tierversuchen hat sich eine Anzahl
von pharmakologischen Aktivitäten und Wirkungen der aktiven Bestandteile von
G. lucidum herausgestellt.
Eine Anzahl der Polysaccharide zeigen
antitumoröse und immunstimulierende Aktivitäten. Beta-D-Glucan z.B.
zeigt Aktivitäten, die gegen Sarkom 180ß (Willard, 1990), genauso
wie GL-1, ein Arabinoxyloglucan (Miyazaki & Nishijma, 1981). Eine Polysaccharid
angereicherte Fraktion von G. lucidum zeigte die Fähigkeit, Makrophagen
zur Produktion von vermehrtem Tumor-Nekrose-Faktor (TNF) und mehreren Interleukinen
zu stimulieren (Wang et al, 1994). In dem Polysaccharidanteil dieser proteingebundenen
Polysaccharide wurden Glucose, Gelactose, Mannose und Spuren von Xylose und
Fucose gefunden. In dem Proteinanteil wurden 17 Aminosäuren gefunden. (Kim
et al, 1990). Zusätzlich zu den antitumorösen Wirkungen steigern die
Polysaccharide von G. Lucidum die DNA-Synthese der Milzzellen in gemischten
Lyrnphozytenkulturen (Lei & Lin, 1991). Daneben erhöhen sie die RNA
und DNA Synthese im Knochenmark von Mäusen.
Die Sterole von G. lucidum agieren
als Vorstufe einiger Hormone. Adenosin (ein Derivat der RNA) hemmt die Thrombozytenaggregation
(Shimizu et al, 1985). Die Ganoderane A & B, Glycane des Fruchtkörpers,
reduzieren signifikant Plasmazuckerspiegel in hyperglykämischen Mäusen (Hikino
et al, 1985).
Von einer weiteren bedeutenden Gruppe
von Inhaltsstoffen, den Triterpenen, wird berichtet, dass sie adaptogene, antihypertonische
und antiallergische Eigenschaften besitzen. In diesem Zusammenhang ist es interessant,
dass Ganoderma eine reiche Quelle bitterer Triterpene ist, da bitterer Geschmack
mit vielen ihrer therapeutischen Eigenschaften assoziiert wurde (Jong und Birmingham,
1992). Die ganoderische Säure C scheint der aktivste antiallergische Inhaltsstoff
zu sein, gefolgt von den ganoderischen Säuren A und D. Die ganoderische Säure
B ist die am wenigsten aktive, obwohl von ihr wie auch von D über antihypertonische
Eigenschaften berichtet wird. Der genaue Wirkmechanismus der antiallergischen
Eigenschaften der ganoderischen Säuren ist aber immer noch nicht geklärt (Jones,
1992b). Die ganoderischen Säuren T bis Z zeigen antitumoröse Eigenschaften bei
Hepatomzellen (Lebertumor) (Toth et al, 1983b). A bis D verhindert die Histaminfreisetzung
(Khoda et al, 1985).
Oleinsäure, eine einfach ungesättigte
Fettsäure, sowie Cyclooctasulphur sind bekannt dafür, dass sie die
Histaminausschüttung hemmen und so allergische Reaktionen und Entzündungen
vorbeugen (Tasaka et al, 1988). Oleinsäure ist allerdings auch in jeder
ausgewogenen Ernährung enthalten. Genauso hat das Polypeptid Ling-Zhi-8
(oder auch LZ-8) Aktivitäten gegen verschiedene allergische Überempfindlichkeitsreaktionen
vom Typ I gezeigt. Wie auch immer kann G. lucidum ironischerweise selber zum
Allergen werden: einige Menschen zeigten allergische Reaktionen auf den Fruchtkörper,
andere auf die Sporen und einige wenige auf beide. In den Regionen, in denen
Ganoderma in Mengen wächst, wird eine extrem hohe Anzahl von Sporen in
die Luft entlassen. G. applanatum produziert ca. 11 Billionen Sporen pro Woche
aus einem einzigen Fruchtkörper und verursacht Reaktionen bei empfänglichen
Personen (Tarlo et al, 1979).
Forscher haben folgende Aktivitäten
und Wirkungen (in vivo und/oder in vitro herausgefunden), ohne sich auf spezifische
aktive Inhaltsstoffe zu konzentrieren. Benutzt wurde G. lucidum in Form von
wässrigen oder Äthanolauszügen. Die meisten dieser Ergebnisse sind unkontrollierte
klinische oder Laborstudien, hauptsächlich aus China.
PHARMAKOLOGISCHE WIRKUNGEN
vom REISHI-EXTRAKTEN IN VIVO UND IN VITRO
Analgetisch (Chang & But,
1986)
Antiallergische Aktivitäten
Bronchitis -verhütende Wirkung, indem die Regeneration bronchialer Endothelzellen
induziert wird (Chang & But, 1986)
Antientzündlich (Lin et al, 1993; Stavinoha et al, 1990)
Antibakteriell bei Staphylokokken,
Streptokokken und Bacillus pneumoniae, (wahrscheinlich aufgrund der immunstimulierenden
Aktivitäten)
Antioxidativ indem es freie
Radikale eliminiert (Wang et al, 1985, Chen & Zhang, 1987)
Antitumoröse Aktivitäten
Antivirale Eigenschaften indem
es die Interferonproduktion induziert
Antihypertonisch
Steigert die Zellproliferation
im Knochenmark (Jia et al, 1993b)
Kardiotonische Aktivität,
senkt das Serumcholesterin ohne Wirkung auf Triglyceride, steigert den Herzmuskelstoffwechsel
von hypoxischen Tieren und verbessert die Hämodynamik der Koronararterien (Chang
& But, 1986; Chen & Zhang, 1987)
Zentral beruhigend und peripher
anticholinergeAktivitäten auf das autonome Nervensystem reduzieren die Wirkungen
von Koffein und entspannen die Muskeln (Chang & But, 1986; Kasahara &
Hikino, 1987)
Steigert die Aktivitäten von natürlichen
Killerzellen in vitro bei Mäusen (Zhang & Yu, 1993)
Antitussive und schleimlösende
Eigenschaften in Studien mit Mäusen (Hsu et al, 1986; Chang & But, 1986)
allgemein immunstärkend (Shin et al, 1986; Chang & But, 1986)
Anti-HIV Aktivitäten in vitro und in vivo
verbessert die adrenocorticale
Funktion
steigert die Produktion von Interleukin-1
in vitro (Jia et al, 1993a)
steigert die Produktion von Interleukin-2
in vitro (Zhang et al, 1993)
Leberschützende und entgiftende
Wirkungen (Chang & But, 1986)
keine Wirkung auf B Monoaminoxidase
gewonnen aus Mäusehirn in Vitro (Dai & Yin, 1987)
Schutz vor ionisierender Strahlung
vor und nach der Exposition (Chang & But, 1986; Hu & But, 1987)
leichte antiulzeröse Eigenschaften,
wahrscheinlich aufgrund der zentral beruhigenden Wirkungen
Steigerung von weißen Blutkörperchen
und Haematoglobin im Blut von Mäusen (Jia et al, 1993)
Klinische Studien bei
Menschen
In den letzten 20 Jahren wurden
mehrere klinische Studien beim Menschen mit G. lucidum durchgeflührt. G.
lucidum scheint für eine Menge von Krankheiten vorteilhaft zu sein, darunter
Neurasthenie, Schwindel, Schlaflosigkeit, Rhinitis und Duodenalulcera (Ying
et al, 1987); Hepatodynien, Symptome, die mit Anorexie assoziiert sind, unterentwickelte
Hirntätigkeiten, Pigmentdegeneration der Retina, Leukopenien, progressive
Muskeldystropphien, atrophische Myotonie und osteogener Hyperplasie (Chang &
But, 1986; Chang et al, 1984; Huidi & Zhiyuan, 1982); geistige Krankheiten,
hervorgerufen durch Umweltstress, Alzheimer Krankheit, Leberstörungen,
Hyperlipidämie und Diabetes (Tamura et al, 1987a,b,c,d,e). Die klinischen
Wirkungen von Ling Zhi und seinen Inhaltsstoffen bei dieser großen Palette
von Krankheiten sind zum großen Teil noch nicht durch moderne international
anerkannte wissenschaftliche Standards erhärtet. Aber es wird laufend in
Kliniken angewandt und extensiv in Asien, aber auch anderen Teilen der Welt,
getestet.
G. lucidum zeigte ebenfalls hervorragende
Ergebnisse bei der Behandlung von Hepatitis, insbesondere in den Fällen
in denen die Leber noch nicht schwer geschädigt war (Chang & But, 1986).
So wurden z. B. 355 Fälle von Hepatitis B mit Wulingdan, das den Extrakt
des Fruchtkörpers enthält, behandelt. 92,4 % zeigten positive Ergebnisse
(Yan et al, 1987).
Nach einem klinischen Test des MARA
Institute of Technology, Malaysia, konnte lyophilisierter Reishi-Extrakt die
SGOT-und SGPT- Werte bei Hepatitis B signifikant senken und führte in einem
Fall zu einer Serokonversion nach dreimonatiger Anwendung (Teow, 1994). Positive
Ergebnisse wurden auch bei Patienten mit Diabetes, akuter myeloischer Leukämie
und rezidivierenden Nasopharyngealcarcinomen beobachtet
Reishis Wirkungen auf die Lunge und
das Herz sind besonders beachtenswert. In einer klinischen Studie in China wurden
während der 70er Jahre über 2000 Patienten mit chronischer Bronchitis
mit Reishi-Sirup in Tablettenform behandelt. Innerhalb von zwei Wochen zeigten
60-90 % der Patienten eine deutliche Verbesserung, inklusive zunehmenden Appetit.
Besonders die älteren Patienten profitierten am meisten, ebenso reagierten
die Patienten mit Bronchialasthma sehr gut (Chang & But, 1986).
Was die Aktivitäten von G. lucidum
das Herz betreffend angeht, so wird berichtet, dass es vorteilhafte Wirkungen
auf koronare Herzkrankheit und Hyperlipldämie mit Symptomen wie Tachykardien,
Dyspnoe, präkordialen Schmerzen und Ödemen hat (Chang & Buit,
1986). In einer kontrollierten Studie zeigte Reishi-Extrakt die Fähigkeit,
die Blut- und Plasmaviskosität bei hypertonen Patienten mit Hyperlipidämie
zu senken (Cheng et al, 1993). Eine weitere Studie belegt, dass Reishi die Cholesterinwerte
sowie einen erhöhten Blutdruck zu senken vermag (Kanmatsuse et al, 1985).
G. lucidum agiert kardiotonisch und kann ebenso bei Arhythmien eingesetzt werden.
Eine weitere Schlüsselwirkung
der Ganodenna spp. sind ihre antiallergischen Eigenschaften. Fructificatio
Ganodermae (FG), eine Formel des Fruchtkörpers verschiedener Ganoderma
spp., darunter G. lucidum, G. japonicum und G. capense,
wird in China seit ca. 2000 Jahren als Tonikum benutzt. Kürzlich durchgeführte
Studien belegen die Wirksamkeit von FG bei chronischer Bronchitis, Bronchialasthma
und verschiedenen anderen allergischen Erkrankungen. Obwohl die verantwortlichen
Wirkprinzipien für diese Aktivitäten nicht identifiziert werden konnten,
weiß man aus Tierversuchen mit FG, dass die Mediatorfreisetzung verhindert
und, in hohen Konzentrationen, die Mediatoraktivitäten unterdrückt
werden. Zwar kann FG die Immunantwort regulieren, allerdings gibt es keine Berichte
über die Wirkungen auf die IgE Antikörpersynthese (Qiu & Wu, 1986).
Wie auch immer, Tatsache ist, dass G. lucidum die Histaminfreisetzung
hemmt und so allergischen Reaktionen vom Typ I, II, III und IV vorbeugt. Reishi
stabilisiert die Immunglobuline, reduziert überhöhte Antikörperwerte
und erhöht erniedrigte Werte. Da diese Wirkungen auch die Werte von IgE,
IgM, IgA und IgG Antikörper beinhalten, kann Reishi bei Nahrungsmittelempfindlichkeiten
hilfreich sein (Kohda et al, 1985).
Schließlich scheint Reishi noch bei
zwei eher ungewöhnlichen Krankheiten zu wirken. Zum einen lindert es die Höhenkrankheit,
indem es das Blut besser mit Sauerstoff versorgt. Chinesische Bergsteiger fühlten
nach der Verabreichung von G. lucidum vor dem Aufstieg bis zu 4000- 5000
m so gut wie keine Reaktionen auf die Höhe (Chang & But, 1986). Zum anderen
scheint Reishi überraschenderweise bei der dystrophischen Myotonie zu helfen.
Eine seltene, erblich bedingte Krankheit, bei der die Muskeln atrophieren. Sie
beginnt meist im Gesicht, Nacken und Kehlkopf und befällt die gesamte Körpermuskulatur.
Schließlich atrophieren die Haut, viele Drüsen, wie z. B, die Hypophyse, die
Schilddrüse, die Nebenschilddrüsen und auch die Gonaden. Es gibt zur Zeit keine
bekannte Behandlung für diese Erkrankung. Obwohl Reishi keine Behandlung in
diesem Sinne darstellt, kann es die Symptome doch lindern. Einer Studie zufolge
wurden Patienten mit dystrophischer Myotonie 400 mg/die wasserlösliches Reishi
i.m. verabreicht. Viele zeigten eine deutliche Verbesserung in der Muskelkraft,
des Schlaf- und Essverhaltens und nahmen innerhalb von zwei Wochen an Gewicht
zu. Patienten, die vor der Behandlung ihren Kopf nicht heben konnten, waren
nach der Behandlung dazu in der Lage. Die Sprache verbesserte sich und ihre
Möglichkeiten, umherzugehen. In drei Fällen kam die Krankheit sogar zum Stillstand
(Fu & Wang, 1982).
Medizinische Anwendung
In China und anderen Teilen Asiens
wird G. lucidum für viele altersbedingte Krankheiten eingesetzt
wie z. B. koronare Herzkrankheit, chronische Bronchitis, Hypertonie und Krebs
(Chen & Zhang, 1987). Ebenso wird es verwendet als Diuretikum, Laxans, Sedativ
und Tonikum (Liu und Bau, 1990). In China werden viele Zubereitungsformen für
den täglichen Gebrauch hergestellt, um die Gesundheit zu erhalten, den
Schlaf zu fördern, das Immunsystem und das Herz zu stärken. Es wird
für eine große Anzahl von Krankheiten empfohlen so z. B. bei Neurasthenien,
chronischer Bronchitis und koronarer Herzkrankheit (Yang & Jong, 1989).
Die japanische Regierung empfiehlt Reishi offiziell als Begleitmedikament in
der Krebstherapie (Willard, 1990). Kürzliche klinische Berichte und die
Erfahrungen von Praktikern scheinen darauf hinzudeuten, dass die immunstimulierenden
Polysaccharide sich bei HIV-Positiven vorteilhaft auswirken. Dies gilt auch
für das EpsteinBarr-Virus (EBV), einer Infektion, die Mononukleose verursacht
(Dharmananda, 1988). Aufgrund seines hohen Adenosinanteiles (z. B. 150 mg/%)
wurde Reishi bei Hämophilie nicht empfohlen. Allerdings zeigte eine Pilotstudie
mit HIV-Positiven, die an Hämophilie litten und Reishi-Extrakt zu sich
nahmen (Adenosinaufnahme 1,35 mg/die), keine Veränderung in der Aggregation
des Blutes. Es wurde geschlussfolgert, dass auch diese Patienten ohne Bedenken
Reishi-Extrakt einnehmen können (Gau et al, 1990). Es ist wichtig zu bemerken,
dass der Adenosingehalt verschiedener Arten von G. lucidum variiert und
dass eine große Anzahl anderer medizinischer Pilze, nämlich Cordyceps
sinensis, Auricularia polytricha und Lentinula edodes, ebenfalls
bedeutende Mengen Adenosin enthalten (Shiao et al, 1994).
Andere Anwendungen von G. lucidum
sind als Antidot bei Pilzvergiftungen (Ying et al, 1987) und als Inhaltsstoff
in Hautlotionen als Schutz gegen UVStrahlung (Naeshiro et A 1992b,d).
Nach einem Bericht auf der ersten
internationalen Konferenz über Pilzbiologie und Pilzprodukte in Hong Kong,
August 1993 wird Reishi mit hervorragenden Ergebnissen am Moskauer Krebsforschungscenter
bei Krebspatienten eingesetzt (Chilton, 1994). Ein klinischer Bericht aus China
(Lui, 1994) detailliert die Entgiftung und Lebertherapie mit Ganoderma"
bei 70 000 Patienten mit einer Erfolgsquote von 90 % bei toxischer Hepatitis.
Die fünf Reishi-Typen
|
Farbe
|
Geschmack
|
japanischer
Name
|
Gebrauch
|
| blau |
sauer
|
aoshiba
|
verbessert die Sehfähigkeit und Leberfunktion; beruhigt Nerven |
| rot |
bitter
|
akashiba
|
hilft inneren Organen; verbessert das Gedächtnis; steigert die Vitalität
|
| gelb |
süß
|
kishiba
|
stärkt die Milzfunktion; beruhigt den Geist (shen) |
| schwarz
|
salzig
|
kuroshiba
|
verbessert die Lungenfunktion; gibt Mut und einen starken Willen |
| purpur
|
süß
|
murasakishiba
|
steigert die Funktion der Ohren, der Gelenke und Muskeln |
Gebrauch in traditioneller
Medizin
In der TCM wird Reishi als wärmend
und nährend, tonisierend, entgiftend und zusammenziehend betrachtet. Es zerstreut
Ansammlungen (Hsu et al, 1986, Chang & But, 1986). Unterschiedliche Reishitypen
haben unterschiedliche Geschmäcker und wirken so auf unterschiedliche Organe.
Man nimmt an, dass es sechs verschiedene Typen von G. lucidum gibt (nach
ihrer Farbe klassifiziert), jede mit einem anderen Wirkspektrum.
Die rot-gefärbte Art wird allgemein
als die wirkkräftigste angesehen (Hsu et al, 1986; Matsumoto, 1979). In Japan
wird Reishi als traditionelles Naturheilmittel bei Krebs, Herzkrankheiten, Leberproblemen,
erhöhtem Blutdruck, Gelenkentzündung, Geschwüren und anderen Krankheiten verwendet
(Matsumoto, 1977). Dies mag auf die Fähigkeit eines wässrigen Auszuges zurückzuführen
sein, Fibrinabbauprodukte zu steigern und die Thrombozytenaggregation zu hemmen
(Kubo et al, 1983).
Zubereitung von Reishi:
Zur Erhaltung der Gesundheit empfehlen chinesische Naturheiler täglich etwa 3 bis 5 Gramm (3-4 Scheiben).
Bei ernsthaften Krankheiten sollte die Dosis erhöt werden.
Reishi sollte am besten mit Vitamin C eingenommen werden, da es den Körper bei der absorbierung des Pilzes unterstützt
Der holzige Körper des Reishi Pilzes ist zu zäh um ihn zu verzehern, egal wie lange er gekocht wird.
dennoch gibt es viele Rezepte die mit Reishi zubereitet werden können.
Reishi hat einen herb-bitteren Geschmack und kann in Pilzsuppen, -saucen und vielen anderen Speisen
als Gewürz und Geschmacksverstärker verwendet werden.
Allwellness dünn geschnittene Reishi-Scheiben sind einfach anzuwenden
Tee:
Die traditonelle Art Reishi zu genießen ist als Tee.
3 bis 4 getrockneten Pilzscheiben werden über Nacht in 500 ml kaltes Wasser eingeweicht, danach wird die
Flüssigkeit mit dem Pilz erwärmt, bei schwacher Hitze für 5 - 10 Minuten köcheln lassen, absieben und genießen.
Einen intensiven Reishi-Geschmack erhält man durch ausdrücken der Pilzscheiben.
Honig oder Fruchtsaft wird zum Süßen und gegen den leicht bitteren Geschmack empfohlen.
Der Tee hält sich im Kühlschrank für 3 Tage und kann kalt oder warm serviert werden.
Bitte verwenden Sie KEIN Aluminiumgeschirr (Topf, Schüssel, etc.) für die Zubereitung.
Tonique:
15g Reishi in eine Flasche Reiswein, Congac oder einer Spirituose Ihrer Wahl geben und für
mindestens 6 Wochen stehen lassen (je länger, desto besser).
Täglich ein Glas zur Vorbeugung.
Dosierung
G. lucidum kann in verschiedenen
Formen eingenommen werden: Sirup, Suppen, Tabletten, Tee, Injektionen und Tinkturen
oder als Kügelchen, das die pulverisierte Medizin und Honig enthält. Die Dosierung
der Tinktur ist 3 x tgl. 10 ml/die; als Tablette 3 x 1 Thl. (1 g)/die, als Sirup
4-6 ml/die (Huang, 1993).
Als Antidot bei Pilzvergiftung wird
ein Dekokt von 120-200 g getrocknetem G. lucidum (Liu und Bau, 1980;
Ying et al, 1987) hergestellt. Man trinkt 3-5 Tassen pro Tag.
Übersicht über die aktiven
Bestandteile von Reishi
|
aktiver Teil
|
Gruppe
|
Wirkung
|
| Cyclooctasulphur
|
|
hemmt Histaminausschüttung
|
| ** |
Alkaloid |
kardiotonisch
|
| ** |
Glycoprotein |
tumorhemmend
|
|
Adenosin
|
Nukleotid
|
hemmt Thrombozytenaggregation;
muskelentspannend, analgetisch
|
| Ganoderane A,B,C
|
Polysaccharid |
blutzuckersenkend
|
| ** |
Polysaccharid |
kardiotonisch |
| ** |
Polysaccharid |
anti-tumorös, immunstimulierend
|
|
GL-1
|
Polysaccharid |
anti-tumorös, immunstimulierend
|
|
Beta-D-Glukan
|
Polysaccharid |
anti-tumorös, immunstimulierend
|
| FA, FI, FI-1a |
Polysaccharid |
>anti-tumorös, immunstimulierend
|
| D-6
|
Polysaccharid
|
beschleunigt Proteinsynthese
und Nukleinsäurestoffwechsel |
| Ling Zhi-8 |
Protein |
anti-allergisch, immunmodulierend
|
|
Ganosteron
|
Stetoid |
anti-hepatoxisch
|
|
ganoderische Säuren A,B,C-2,D
|
Triterpenoide |
hemmt Histaminausschüttung
|
|
ganoderische Säuren R,S
|
Triterpenoide |
anti-hepatoxisch
|
|
ganoderische Säuren B,D,F,H,K,S,Y
|
Triterpenoide |
antihyperton, ACE-hemmend
|
|
Ganodermadiol
|
Triterpenoid |
antihyperton, ACE-hemmend
|
|
ganoderische Säure Mf
|
Triterpenoid |
Cholesterinsynthese hemmend
|
|
ganoderische Säure T-O
|
Triterpenoid |
Cholesterinsynthese
hemmend |
| ganoderische Säure
B |
Triterpenoid |
Cholesterinsynthese
hemmend |
|
Oleinsäure
|
ungesättigte
Fettsäure |
hemmt Histaminausschüttung
|
Anmerkung:
Die Informationen
dieser Tabelle sind aus dem Buch The Mysterious Mushroom (Matsumoto,
1979). Die Originalquell dieser Eigenschaften ist offensichtlich das Ben
Cao Gang Mu, in dem verschieden "Chih" bzw. Baumpilze von früheren
Schriften des Alchimisten Ko Hung diskutiert werden. Der schwarze bzw. purpurfarbene
sind heute von chinesischen Autoritäten identifiziert als Ganoderma sinense,
der rote als G. lucidum und G. capense.
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