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Anbau und Pflege von amerikanischen Ginseng

Ginseng im Garten
Ginseng ist nicht leicht zu kultivieren. Die Pflanze benätigt neben dem perfekten Standort, auch viel Zeit und Geduld und ist am wirksamsten (hohe Anteile an Ginsenoside), wenn sie mindestens 5-10 Jahre wächst bevor man sie ausgräbt. Nur ein engagierter Gärtner entscheidet sich für den Anbau von Ginseng.

In Asien seit langem als "König der Heilpflanzen" bekannt, kann die exotische Ginsengpflanze jetzt auch in unseren Gärten und Terassen bewundert werden. Besonderst in voller Blüte und in Gruppen gesetzt, verwandelt die attraktive Pflanze einen langweiligen Schattenplatz in einen mystischen Ort mit orientalischem Flair.
Ginseng erfolgreich anzubauen, ist mehr als nur ein Hobby. Es ist das Erwecken des Glaubens an die Natur, welche die uneingeschränkte Kraft besitzt uns zu heilen und uns gesund zu erhalten.

Bodenbeschaffenheit und Standort
Erfolgreicher Anbau ist unumgänglich mit dem perfekten Standort verbunden. Wilder Ginseng z.b. wächst in kühlen feuchten Wälder mit nährstoffreichen gut durchlässigem Erdreich, meist auf einer nördlich ausgerichteten Bergseiten mit darunter fließenden Bächen und mindestens 75% - 80% Schatten.
Obwohl Ginseng nur unter ganz bestimmten Bedinungen wächst, kann dennoch ein geeigneter Platz im Garten gefunden werden. Wichtig ist vor allem hier die Bodenbeschaffenheit. Ginseng wächst am besten in gut durchlässigem Boden, mit Kalzium und Phosphor angereichert und einem pH-Wert von 5,0 bis 6,5. An Plätzen an denen Schattenkräuter und Farne gedeihen fühlt sich Ginseng wohl. Lehmiger nasser Boden sollte vermieden werden.

Aufzucht und Pflege

Aufzucht mit vorgekeimten Samen (stratified seeds)

Bei der "wild simulierten" Anbaumethode werden vorgekeimte Ginseng Samen, im Herbst, nachdem die Bäume ihre Blätter verloren haben, eingepflanzt. Manchmal ist es notwendig Unterholz und Gestrüpp zu entfernen.
Wenn der ausgewählte Standort schattig genug ist muss nicht mit konkurrierendem Unkraut gerechnet werden. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzstelle so wenig wie möglich aufgewühlt wird.
Es wird empfohlen, nur vorgekeimte Samen zu verwenden. Frische Ginsengsamen brauchen 18 Monate bis sie keimen. Die äberlebensrate der vorgekeimten Samen ist daher viel grösser. Man braucht etwa 500 Samen auf 80-100 qm Fläche.

Zuerst sollte man vorsichtig die Blätter vom Waldboden auf die Seite ziehen. Mit der Hacke werden dann, im Abstand von 1 Meter, 3 Furchen gezogen. Die Samen werden im Abstand von 5 cm in die Furchen gelegt, mit 2-3 cm Erde bedecken und dann mit den Füssen vorsichtig angedrücken. Um die frische Saat zu schätzen sollte die Pflanzstelle wieder mit Blätter, als Mulch, bedeckt werden.
Im Frühjahr erscheinen kleine Pflanzen mit 3 erdbeerähnlichen Blättern, auf einem etwa 2 cm hohen Stengel.
In den nächsten 7 Jahren wird die Population der Pflanzen durch verschiedene Naturgewalten, Nagetiere und Pilzkrankheiten vermindert. Was dann übrig bleibt ist eine dünne aber gesunde Anzahl Ginsengpflanzen.
Nun sollten die Pflanzen sich selbst überlassen werden, künstlicher Dünger und pestiziede sind absolut zu vermeiden. Stressvollen Bedingungen wie der tägliche Kampf um Wasser, Nahrung und Platz lässt in den nächsten Jahre eine Wurzel heranwachsen die in Form, Charakter und Heilkraft der einer wilden Art gleicht.

Anbaumethode mit jungen Wurzeln

Die Ginsengwurzel kann im Frühling (März bis April, bevor der Trieb einsetzt), oder im Herbst (nachdem die Beeren abgefallen sind), umgepflanzt werden. Die Wurzeln sind empfindlich und sollten während des Ein- oder Umpflanzens Vorsichtig behandelt werden.

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